Die Raiffeisenbank eG, Bargteheide unterstützt die Jugendfeuerwehren in Bargteheide und Tremsbüttel

" Wir sorgen mit unserer Förderung auch dafür, dass die Jugendfeuerwehr ihre soziale Aufgabe wahrnehmen kann" Kai Mittelbach

Alarm! Aufsitzen, alle auf ihre Plätze! Ein Scheunenbrandin Langenhorst, direkt an der Landstraße. Die Garagentore öffnen sich, die Löschgruppenfahrzeuge 16 und 8 der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide schieben sich heraus, direkt auf die Straße. Vorweg fährt der Einsatzleiter, hintendran der große Drehleiterwagen. Mit Blaulicht geht es los, quer durch die Stadt. Passanten stehen am Straßenrand, schauen neugierig zu, während die roten Autos sich ihren Weg bahnen. Am Einsatzort, 4,5 Kilometer entfernt von der Wache, trifft gleichzeitig der Trupp aus Tremsbüttel ein. Aus dem hohen Scheunendach quillt der Qualm. Erste Einsatzbesprechung direkt neben der Scheune.

Aber halt, etwas stimmt nicht. Der Einsatzleiter ist ungefähr 1,85 Meter groß – und einige der Feuerwehrleute reichen ihm gerade mal bis zur Brust. Des Rätsels Lösung: Die rund 40 Einsatzkräfte sind zwischen zehn und 16 Jahren alt. Sie gehören zur Jugendfeuerwehr der beiden Freiwilligen Feuerwehren, die hier – rund 30 Autominuten nördlich von Hamburg – eine Übung abhalten. „Die Jugendlichen absolvieren hier genau dasselbe Programm, das die aktiven Feuerwehrleute bei einem Einsatz vor sich haben“, sagt Kai Mittelbach, den sie hier alle nur „Möwe“ nennen. Der 31-Jährige stammt von Helgoland, daher der Spitzname, und ist selbst ehrenamtlicher Feuerwehrmann – und im Hauptberuf Kundenberater bei der Raiffeisenbank Bargteheide.

 

U m  L e b e n  u n d  T o d

Die jungen Feuerwehrleute rollen unterdessen die Schläuche aus, schließen sie an Hydranten an, postieren sich vor einer der Türen zum brennenden Gebäude – der Rauch kommt übrigens aus einer Nebelmaschine. Zwei Jungs öffnen vorsichtig die Tür, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, schließen sie aber direkt wieder. „Sie müssen den Feuerübersprung vermeiden, der durch den Sauerstoff von außen entstehen kann“, sagt Kai Mittelbach fachmännisch. Anschließend dringen sie in das Gebäude ein, Seite an Seite, sichern sich ab, halten sich dabei an die gelernten Abläufe. „Das ist besonders wichtig, weil es immer um Leben und Tod gehen kann.“ Der zweifache Vater ist stolz auf die jungen Leute, das merkt man ihm an. Sein Arbeitgeber unterstützt die Jugendfeuerwehren schon lange mit mehreren Tausend Euro im Jahr. „Uns geht es aber nicht nur darum, dass die technischen Abläufe sicher sitzen“, sagt er, während er sich einige Meter abseits des Geschehens an einen Weidezaun lehnt. „Wir sorgen mit unserer Förderung auch dafür, dass die Jugendfeuerwehr ihre soziale Aufgabe wahrnehmenkann.“

 

Die Jugendlichen lernen Kameradschaft, Sozialverhalten,verantwortliches Handeln und schließen
Freundschaften. Die durch viele Aktionen verstärktwerden: „Wir beteiligen uns zum Beispiel an Tagen der offenen Tür, indem wir grillen und unsere Kameradschaftskasse aufbessern.“ Ein Teil des Geldes – auch der Raiffeisenbank – fließt in die Arbeit der Jugendfeuerwehren, ein anderer Teil finanziert etwa gemeinsame Ausflüge, Segeltörns oder Zeltlager; als Belohnung für das Engagement der Kinder und Jugendlichen.


E x p e r t e n r a t  i n  d e r  W a c h e

Zudem lernen die jungen Feuerwehrmänner und -frauen etwas über das Kerngeschäft der Bank:
den Umgang mit Geld. Regelmäßig halten Mitarbeiter der Raiffeisenbank Seminare in den Räumen
der Wache ab. Die Jugendlichen erhalten Expertenrat, wenn es um Taschengeld, kleine
Investitionen und Schulden geht. Ebenso hat die Bank der Jugendfeuerwehr ein Startkapital von
500 Euro zur Verfügung gestellt. Die jungen Leute führen eine Kameradschaftskasse, tragen Einund
Ausgaben in einem Haushaltsbuch ein, lernen Verantwortung und Teamfähigkeit auch in diesem
Bereich kennen.

 

Den ganzen Artikel und weiter Informationen finden Sie unter

http://www.bvr.de/Publikationen/Gesellschaftliches_Engagement.